Hydroelectric landscape as project: Lake Sihl, 1897–1937
Am 21.9.2026 verteidigt Sarem Sunderland die landschaftsarchitektonisch-historische Doktorarbeit ‘Hydroelectric landscape as project: Lake Sihl, 1897–1937’. Die Verteidigung findet von 9:00 bis 10:30 an der ETH Zürich, Campus Hönggerberg, Gebäude HIL, Raum E 71.1 statt und wird auch online über Zoom übertragen: https://ethz.zoom.us/j/65970427612
Die Prüfung ist öffentlich und wird auf Englisch abgehalten.
Zur Arbeit:
Zwischen 1880 und 1980 entstanden in der Schweiz über 150 Stauseen zur Energiegewinnung. Der Stausee wurde dabei zu einer neuen, etablierten Landschaftsfigur. Diese Dissertation untersucht am Beispiel des Sihlsees wie Stausee-Landschaften nicht einfach als Nebenprodukt der Wasserkraft entstanden, sondern gezielt gestaltet wurden. Anhand von historischen Quellen, Bildern und Diskursen aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Populärkultur zeigt die Arbeit, wie diese Landschaft zunächst als Idee erfunden und anschliessend sowohl bildlich als auch baulich von zahlreichen Akteuren geformt wurde. Dabei wurde die Infrastruktur bewusst unsichtbar gemacht indem sie als natürlich dargestellt wurde, mit bleibenden Spuren, die heute an ihre Grenzen stossen. Die Dissertation liefert damit sowohl ein wichtiges Schweizer Fallbeispiel für die Landschaftsforschung als auch Denkanstösse für die zukünftige Gestaltung von Wasserkraft-Landschaften.
21.09.2026 Ort:
Zürich und Online Veranstalter/in
ETH Zürich