Schwamm drüber! Passons l’éponge!
Ein Schwamm im Herzen der Stadt – einer, der das Wasser speichert, das wir brauchen, um die Stadt als grünen Lebensraum nachhaltig zu erhalten. Städte sind vom Klimawandel besonders betroffen: Sie sind oft fünf bis zehn Grad wärmer als ihr Umland. Die Lausanne der Zukunft wird eine Schwammstadt sein, in der Pflanzen und Böden Wasser zurückhalten und durch Verdunstungskühlung für Abkühlung sorgen.
Der Schwamm kompensiert das verlorene Wasserreservoir auf dem versiegelten Boden der Plateforme 10. Er ermöglicht neues Leben für Pflanzen und Insekten, wo es sonst nicht möglich wäre. Das Museum fungiert dabei als Labor: ein Prozess aus Bauen, Pflanzen, Wachsen, Pflegen und Testen – im Dialog zwischen Objekt und Mensch.
Schwamm drüber! schafft neues Leben, wo altes nicht mehr möglich ist. Grün auf Asphalt. Es zeigt, was unter unseren Füssen liegt: das Wasserreservoir der Stadt. Ein Labor des Wandels, das seinen eigenen Prozess offenlegt und zur Auseinandersetzung einlädt. Ein temporärer Eingriff, der Raum einnimmt und Raum gibt – für einen Diskurs über den Klimawandel, den Umgang mit endlichen Ressourcen und die Notwendigkeit von Veränderung.