Kolumbarien, Friedhof Kirche St. Antonius, Wangs
Eingebettet in einen Baumhain mit Blumenwiese und Narzissen kommt eine Schlaufe aus Sandstein zu liegen. Der Querschnitt dieser ist in Anlehnung an ein Kissen in weichen Formen ausgebildet. Die geschlossene Form der Schleife steht für das Gemeinschaftliche.
Im Innern stehen frei verteilt Kolumbarienstelen mit je vier Nischen. Eine Verkleidung mit carbonisiertem Holz und Nischenabdeckungen aus Eiche strahlen Ruhe und Natürlichkeit aus. Ihre Form nimmt direkten Bezug auf die Begriffsherkunft aus dem Lateinischen des Taubenhauses. Die Taube, seit dem Konzil von Nicäa, das Sinnbild des Heiligen Geistes.
Der Baumhain bildet über der Wiese ein transparentes Baumdach. Über den Stelen bleibt der Himmel offen und es entsteht eine Intimität ohne drückend zu wirken. Die gemischten Baumarten (Zierapfel, Chinesische Wildbirne, Felsenkirsche, Mehlbeere) des Hains setzen im Laufe des Jahres Akzente durch ihre Blüte, Frucht oder Herbstfärbung. Sie verweisen auf das werden und vergehen der Zeit und von uns.
Das neue Grabfeld ermöglicht verschiendene Bestattungsformen.
Urnennischen in den Stelen, Urnen Erdbestattungen in der Wiese, aber auch Erbestattung im Sarg mit freier Ausrichung. Dies ermöglicht auch anderen Glaubensrichungen gemäss ihrer Tradition die Beisetzung.