FRIEDRICH OSER-STRASSE – TYPOLOGIEWECHSEL IM BESTAND
Ausgangspunkt des Projekts ist die Transformation der ehemaligen Alterswohnungen in eine zeitgemässe Wohnform mit familiengerechten Reihenhäusern. Die ursprüngliche Gebäudestruktur in den Kopfbauten bleibt erhalten, während die Laubengangwohnungen in mehrgeschossige Reihenhäuser umgewandelt werden. Das Freiraumkonzept reagiert auf diesen Typologiewechsel und schafft differenzierte private, halbprivate und gemeinschaftliche Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Im Erdgeschoss erhalten alle Reihenhäuser auf der Westseite einen privaten, vegetativ gefassten Garten mit Pergola. Intensiver genutzte Bereiche werden mit Kiesrasen gestaltet, weniger frequentierte Flächen als Blumenwiesen. Ein Stauden- und Sträuchersaum schafft Sichtschutz und Privatsphäre für die Geschosswohnungen. Die Erschliessung erfolgt auf der Ostseite. Rabatten und Pflanztröge gliedern die Vorzonen und schaffen adressbildende Eingangsbereiche. Die halbprivaten Räume können mit mobilem Mobiliar und Pflanzgefässen bespielt werden. Der zentrale Freiraum zwischen den Häusern dient als gemeinschaftliche Verbindungs-, Spiel- und Aufenthaltsfläche. Arkade und Bestandsbäume verleihen dem Aussenraum eine identitätsstiftende Atmosphäre und verankern die Siedlung im Kontext der Buremichelskopfanlage. Gegen Süden bildet ein Vegetationssaum einen räumlichen Abschluss. Einheimische Stauden- und Strauchpflanzungen strukturieren die Aussenräume und erfreuen durchs Jahr mit wechselnden Blüten- und Vegetationsaspekten.