DURCHWEGUNG LYSBÜCHEL – RAUM FÜR BEGEGNUNG
Im Entwicklungsgebiet Lysbüchel entstehen rund 3000 neue Arbeitsplätze sowie Wohnraum für fast 2000 Personen. Das Areal wird mit öffentlichen Nutzungen und Grünflächen verdichtet und als Erweiterung des St. Johann-Quartiers entwickelt. Auf der Parzelle Lysbüchel Süd ist eine öffentliche Durchwegung vorgesehen, welche die Bauten erschliesst und das bestehende Wohnquartier im Süden mit dem neuen Quartierteil im Norden verbindet. Die neue Begegnungszone soll als Teil der Allmend wahrgenommen werden und den Bewohner:innen als gemeinschaftlicher, multifunktionaler Aussenraum dienen. Der Entwurf basiert auf dem Prinzip der Gemeinschaftsstrasse (Shared Spaces): ein gleichberechtigtes Nebeneinander aller Nutzergruppen. Die Fahrbahn verläuft nicht geradlinig, um Korridorwirkung zu vermeiden. Auf Randabschlüsse wird zugunsten eines fliessenden Raumeindrucks verzichtet. Ein Belagswechsel markiert die Nutzungszonen ohne räumliche Barrieren. Mittig gesetzte Bäume bilden ein durchgehendes Blätterdach und schaffen schattige Aufenthaltsbereiche. Für Fahr- und Bewegungsflächen wird Walzasphalt eingesetzt. Die Aufenthaltsbereiche sind mit Gubersteinpflästerung und Weisskopfsteinen gestaltet. Die offenfugige Pflästerung dient der Versickerung und Belüftung der Baumstandorte. Zuerst wurden unterirdische Elemente wie Werkleitungen, Fundamente und Baumgruben erstellt. Die oberirdischen Elemente, wie Vorgartenmauern, Beläge, Sitzbänke, Boulebahn und Bäume wurden in fünf weiteren Etappen realisiert.