Der BSLA an der Swissbau 2026
Landschaftsarchitektur bewegt und interessiert: Die drei Keynote-Sessions an der Swissbau vom 20. Januar waren nicht nur sehr gut besucht, sondern ebenso relevant, aktuell und spannend.
Die drei Keynote-Sessions an der Swissbau kurz zusammengefasst:
Kreislaufwirtschaft und ReUse im Aussenraum
Jan Forster, Forster Paysage, hat gezeigt, wie wichtig die korrekte Weiternutzung der Ressource Boden ist. Der Aushub ist ein wesentlicher Treiber des Deponie-Ausbaus in der Schweiz. TERRRATERRRE hilft mit, Böden weiterzuverwenden. Nicole Wiedersheim hat aus ihrer beruflichen Praxis im Büro Umland berichtet. Die Quintessenz: ReUse ist gelebte Nachhaltigkeit. So zu arbeiten, verlangt neue Methoden und Denkweisen sowie einsichtige Auftraggebende. Arnaud Michelet von En-dehors hat die Umnutzung einer Kleinkläranlage in einen Spielplatz in Aproz VS vorgestellt: Damit konnten Strukturen kreativ weitergenutzt und Landverbrauch vermieden werden. Kirsten Littarru-Bachmeier, Uniola, ergänzte das Podium um die Perspektive der Gartendenkmalpflege, eine Disziplin, die ReUse als Wesenszweck in sich trägt.
Sozialraum – Freiraum – Landschaftsarchitektur
Christina Schumacher von der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW gab eine Kurzeinführung in die Theorie des Sozialraumes: Raum ist mehrdeutig, in Veränderung und lebt von verschiedenen Perspektiven und Nutzungen. Yanik Kloter, S2L Landschaftsarchitektur, und Ben Pohl von der Denkstatt sàrl stellten den Prozess des lernenden Parks «Josephina» in Zürich vor – und zeigten auf, mit welchen dialogischen Massnahmen «wicked problems» angegangen werden können. Hans Vollmer BRYUM GmbH ergänzte das Podium mit seinem Erfahrungswissen zu den Überlegungen zu den Basler Superblocks.
Hitzeminderung im Siedlungsraum
Andrii Zakovorotnyi stellte die Möglichkeiten der HSLU bei der Quartierklimamodellierung vor. Raphael Aeberhard gab einen Einblick in die Planungs- und Umsetzungspraxis von Massnahmen zur Hitzeminderung in mittelgrossen Städten. Das Podium verstärkte Frieder Kaiser mit der Perspektive des Stadtkantons Basel. Das Fazit: Klimaanpassung muss Opportunitäten nutzen, und zugleich stark verankert werden in den übergeordneten Planungsinstrumenten.
Der Anlass wurde unterstützt von Tschümperlin Baustoffe und Burri Public Elements. Der BSLA dankt für dieses Engagement.