Landschaftsarchitektur der Postmoderne – aktuelle Forschungsfelder der Gartengeschichte und Gartendenkmalpflege
Die SGGK ist Mitveranstalterin einer Session am Jubiläumskongress der VKKS. Neben Dave Lüthi, Université de Lausanne bestreiten Dunja Richter, SGGK und Johannes Stoffler, ICOMOS, Arbeitsgruppe Gartendenkmalpflege sowie SGGK die Session am 8. September.
Welche Zeugnisse der Geschichte als bedeutsam gelten – diese Diskussion muss eine Gesellschaft immer wieder neu führen. Ein Diskurs über die schwer fassbare und «nicht abgeschlossene» Epoche der Postmoderne ist in der Landschaftsarchitektur längst überfällig. Ihre heute wahrgenommenen Werke entstanden in den 1970er bis in die 1990er Jahre. Sie sind geprägt durch die Umweltbewegung und Transformationsprozesse post-industrieller Landschaften. Ihre Themen reichen von sozialer Mitbestimmung bis zur Hinwendung zu Geschichte und Collage. Vor allem aufgrund des wachsenden Nutzungsdrucks im Siedlungsraum drohen die gebauten Zeugnisse der Postmoderne, ihre Grünanlagen, Gärten und Plätze zu verschwinden, bevor ihr Denkmalwert überhaupt erkannt ist.
Doch was zeichnet Werke der Postmoderne aus? Worin besteht ihr Zeugniswert? Wie lässt sich dieser vermitteln? Mit Fokus auf die Schweiz, Österreich und Deutschland diskutiert die Sektion jüngste Forschungsergebnisse sowie erste Erfahrungen der Gartendenkmalpflege und Inventarisation.
- Postindustrielle Landschaften von Latz + Partner(Kranzberg, DE): Kerstin Walter, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
- Bramante in Höxter. Festtag und Alltag postmoderner Gärten in Westfalen-Lippe: Christof Baier, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und
Baukultur in Westfalen - Zwischen Formwille, Narrativ und ökologischer Verantwortung. Die postmoderne Landschaftsarchitektur der Schweiz: Susanne Karn, Ostschweizer Fachhochschule Rapperswil; Nicole Alter, Landschaftsarchitektin, Zürich
- Erlebnislandschaften der Postmoderne: kommerzielle Freizeitparks des 20. Jahrhunderts im Spiegel zeitgenössischer Trends und Diskurse
Joel Rodriguez Richardson, Technische Universität Dresden - Materialien und Volumina. Erhaltungswürdigkeit versus Erhaltungsfähigkeit von Gartenkunst am Beispiel der Wiener Internationalen Gartenschau 1974: Christian Hlavac, Gartenkunsthistoriker und Landschaftsplaner, Wien
Angaben zum übrigen Programm entnehmen Sie dem verlinkten Flyer. Die Anmeldung erfolgt über die Website der VKKS.
08.09.2026 Ort:
Genf Veranstalter/in
VKKS, Uni GE, SGGK